Das Richtige mit den richtigen Menschen tun

Alexander Gerst, ein deutscher Astronaut, Wissenschaftler und Visionär unserer Zeit, hat es in seiner „Botschaft aus dem All an seine künftigen Enkel“ auf wunderbare und berührende Weise auf den Punkt gebracht: Wir Menschen haben die verantwortungsvolle Aufgabe unseren so einzigartigen Planeten Erde, der durch unsere Art des Wirtschaftens zwischenzeitlich sichtbar beeinträchtigt ist, für nachfolgende Generation zu erhalten und zu bewahren. Angesicht der Intensität der Beeinträchtigung von Natur und Atmosphäre und der vielen gewaltsamen Konflikte und seiner verheerenden Folgen auf Mensch und Umwelt, ist dies ein sehr ambitioniertes Projekt.


Gemeinsam Veränderungen gestalten


Ambitionierte und zunächst aussichtlos erscheinende Projekte wie dieses können nur gelingen, wenn wir unser Zusammenleben und -wirken sowohl als Individuen, aber auch im Verbund von kleinen und größeren Gemeinschaften in einer industrialisierten Welt radikal neu denken, prägen und als Mitgestalter in die Hand nehmen. Technologischer Fortschritt und die Globalisierung werden dabei die Schlagzahl vorgeben und – so viel lässt sich bereits antizipieren – sie wird sich deutlich erhöhen. Laufende Veränderung und kontinuierliche Verbesserung werden zur Normalität werden.


Auch mehr und mehr Unternehmen stellen sich auf die neuen Gegebenheiten ein und reagieren auf die Veränderungen im Markt: Sie passen ihre Strategien auf eine am Kunden bzw. dem Gemeinwohl ausgerichtete Zielelandschaft an. Produktlebenszyklen verkürzen sich und es entstehen schneller innovative Produkte und Dienstleistungen. Dies erfordert unternehmensseitig agiles und situatives Handeln anstelle der einst fix definierten und oft auch langjährig angelegten Ziele, um sich der rasanten Marktgeschwindigkeit anzupassen - ganz entgegen der ehemals vorrangigen Gewinnmaximierungs-, Effizienz- und Produktivitätsziele.


Das Richtige mit den richtigen Menschen tun


Unternehmen verändern nicht nur ihr Handeln nach außen, sondern auch im Hinblick auf interne Gegebenheiten. Die einst klassische „Job-Funktion“ rückt in den Hintergrund und wird ersetzt durch den Fokus auf die individuellen Fähigkeiten eines jeden Mitarbeiters, die ebenso flexibel eingesetzt werden können. Credo wird sein: das Richtige mit den richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Denn auch die neue, digitale Mitarbeiter-Generation zieht die stärkste Motivation aus sinnstiftender Arbeit. Sie verfolgen das Ziel durch ihre Tätigkeit die Zukunft aktiv mitzugestalten und sich damit selbst zu verwirklichen. Die Kernfrage wird deshalb künftig eher das „Warum“ und „zu welchem Zweck“ für unser Tun sein, als wie bisher lediglich das „Was“ und „Wie“. Sinn finden und Sinn stiften - dies werden die neuen Eckpfeiler unseres gesellschaftlichen und unternehmerischen Handelns.


Neue Strukturen, neue Kompetenzen


Dieser Wandel erfordert die Entwicklung anderer Kernkompetenzen als es bislang erforderlich war. Denn trotz schneller technologischer Fortschritte, wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung und digitaler Vernetzung, hat der Mensch dabei noch immer die Schlüsselrolle inne und wird diese auf absehbarer Zeit auch behalten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es jedoch einiger anspruchsvoller Anpassungen, wie z.B. der Transformation von fix definierten Unternehmensstrukturen und Hierarchieebenen hin zur Vertrauenskultur und Selbstorganisation. Die Förderung von virtueller Vernetzung durch eine fortschrittliche, technische Ausstattung, die sukzessive klassische Meetings und die ortsgebundene Bildschirmarbeit ersetzt. Ein verstärkter Fokus auf Kreativität, schnelle Entscheidungskompetenz sowie eine nachhaltige und offenen Lern- und Fehlerkultur als Antwort auf die kontinuierlichen Veränderungen.


Schritt 1: Die Begegnung mit sich selbst


All dies erfordert ein ganzheitliches Umdenken. Leadership und die Arbeit in Teams müssen sich hierfür fundamental verändern. Reflexionsfähigkeit, soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Selbstorganisation werden zu Schlüsselqualifikationen in den neuen Rollen einer veränderten Arbeitswelt. An erster Stelle steht dabei die Begegnung mit sich selbst, um bewusst in den Dialog mit anderen treten zu können und sich dann gemeinsam den richtigen Aufgaben zu widmen. Erst wenn von allen Stakeholdern die eigenen „New Roles“ verinnerlicht sind und sich Menschen in Unternehmen selbstentfaltet dürfen, entstehen inspirierende Rahmenbedingungen für eine neue Form der Arbeit.


Unternehmen können dann anfangen, das Richtige mit den richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt zu tun.






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